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Fehlender Mut und Verantwortlichkeiten ?

Dieses Thema im Forum "Industrie 4.0 in der Praxis" wurde erstellt von Lisa Reehten, 29. Juni 2016.

By Lisa Reehten on 29. Juni 2016 um 09:01 Uhr
  1. Lisa Reehten

    Lisa Reehten induuxer

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    "Industrie 4.0 bedeutet auch, dass einer den Mut haben muss zu starten und Verantwortung dafür zu übernehmen." Immer wieder begegnen mir bei meinen Diskussionen rund um das Thema Industrie 4.0 mit dem Mittelstand in Süddeutschland vor allem zwei Herausforderungen: fehlender Mut und keine klar definierten Verantwortlichkeiten.

    Fehlender Mut hemmt vor allem den Beginn, man wartet ab, man fragt nach Referenzprojekten, man möchte sich sicher sein, dass man nichts falsches startet. Und schlussendlich dreht man sich im Kreis bei der Diskussion um das Thema. Wer eine 100% fertige Lösung erwartet für jegliche Art von Problemstellung, der wird nie eine finden. Sehr schnell macht man in der Praxis die Erfahrung, dass jedes dieser "Industrie 4.0" Projekte (und alles was man darunter packt) komplett unterschiedlich ist - keine Produktion gleicht der anderen: verschiedene MES Systeme, ERP Schnittstellen, Maschinenstände, SPS Varianten, PLC ... Jedes Projekt wird verschieden aufgebaut sein und/oder ein anderes Ziel verfolgen. Und genau deshalb braucht es den Mut anzufangen, damit man nicht den Anschluß verpasst und zu lange wartet.

    Das zweite große Problem ist die fehlende Verantwortlichkeit, zu oft wird die Anfangsdiskussion oder die ersten Ansätze im Keim erstickt, da nicht klar ist WER dieses Thema im Unternehmen treiben soll. Ist es der Fachbereich Produktion, ist es die IT, ist es ein ausgegründetes StartUp, macht die Geschäftsführung das Thema zur Chefsache ? Bevor nicht klar definiert ist, wer die Ressourcen & das Budget für das Thema bekommt und dieses dann auch treibt und an dessen Erfolg gemessen wird, solange wird dieses Thema auch nicht realisierbar werden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. Juli 2016
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Kommentare

Dieses Thema im Forum "Industrie 4.0 in der Praxis" wurde erstellt von Lisa Reehten, 29. Juni 2016.

    1. Sascha Glemser
      Sascha Glemser
      Mut und Verantwortung, wie von Ihnen bereits vollkommen richtig angemerkt, sind definitiv zwei Grundpfeiler in der erfolgreichen Umsetzung jedes „Industrie 4.0“ Vorhabens. Die fehlende Courage um die Digitalisierung und Vernetzung innerhalb der Unternehmung voranzutreiben, geht hierbei Hand in Hand mit den weitreichenden Veränderungen, welche „Industrie 4.0“ mit sich bringt. Das Thema transformiert viele Unternehmensbereiche grundlegend und fungiert damit als Wegbereiter für völlig neue Geschäftsmodelle.

      Gerade hierbei liegt aber auch oftmals die Ursache für den fehlenden Willen zur Verantwortungsübernahme und dem Vorantreiben neuer, innovativer Ansätze. Um die angesprochene Mutlosigkeit in Unternehmen verstehen zu können, ergibt sich die Notwendigkeit den Charakter der Digitalisierung zu verstehen. Dieser ist geprägt von enorm vielen unterschiedlichen Parametern und Abhängigkeiten, wodurch sich digitalisierte Geschäftsmodelle oftmals nicht so einfach auf die bisherigen Vorgehensweisen im Unternehmen anpassen lassen. Viele Unternehmen zögern gerade deswegen bei der Implementierung und verlassen sich dementsprechend lieber auf die alten und bewährten Vorgehensweisen. Selbstverständlich kann eine Unternehmung nicht von heute auf morgen das eigene Selbstverständnis, die damit verbundenen Werte und das mitunter lange verfolgte Geschäftsmodell verwerfen. Um „Industrie 4.0“ erfolgreich im eigenen Unternehmen realisieren zu können und damit den veränderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden ist es aber sinnvoll, die möglichen Einsatzgebiete über Pilotprojekte zu erproben. Diese Reaktion auf die Entwicklungen in einer digitalen Welt ist unerlässlich, auch wenn hierbei keine 100 % Lösung zu erwarten ist.
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    2. rainerbachmann
      rainerbachmann
      Auf der IT&Business gibt es ein ShowCase "SmartFactory" zu sehen: Die digitale Fabrik. ELO, ITML, MCL und Elabo demonstrieren die papierlose Produktion und zeigen, dass bereits heute die Digitalisierung weit voran geschritten ist und mit vorhandenen Bordmitteln auch umgesetzt werden kann...
      Daher stimme ich obigen Ausführungen durchaus zu, ergänze aber die Verunsicherung, die oftmals bis in die Chefetage vorgedrungen ist.
      Industrie 4.0 ist mittlerweile ein nicht gern gehörtes Synonym für eine Entwicklung, von der man nicht weiß, ob sie sinnvoll ist und für das eigene Unternehmen tatsächlich einen Nutzen bringt.
      Verschiedene Studien zeigen das auf (u.a. vom Netzwerk Mechatronik).
      Hier ist noch viel Aufklärungs-/Erklärungsarbeit von Nöten.
      VeikkoWünsche gefällt das.

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